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In vergangenen Zeiten sind die sozial schwachen Mitbewohner wesentlich öfter umgezogen, immer nach der Suche ein wohnlicheres Zuhause zu ergattern. Das ist heute nicht mehr der Fall, ein Schutz vom Mietspiegel durch die Politik ist der Auslöser. Das heißt, auf der anderen Seite der Mietspiegel ist angepasst worden oder wird es noch. Ein „Schnäppchen“ ist auf diese Art und Weise nur schwer zu bekommen. Die Vermieter haben die Wohnungen angepasst, ob zum Negativem oder Guten. Es wird dabei nur selten nach dem Grund gefragt, Kinder oder Arbeitswechsel muss der Mieter in Kauf nehmen.

Gerade junge Menschen oder Studenten suchen eine bezahlbare Unterkunft in der Innenstadt. Im Wedding ist das manchmal gut möglich.

Die Umgebung von Wedding

Der Leopoldplatz hat eine gute Anbindung mit der U6 und U7. Für Deutsche sicher ein Vorteil, um schneller von einem Punkt zum Anderen zu kommen. Für Migranten bedeutet ein Umzug wesentlich mehr als eine Anbindung. Eine größere Entfernung zum Bekanntenkreis und somit eine Isolation. Die Städte und Länder haben versucht dieses Problem zu lösen mit dem Resultat, das die Betroffenen nicht mehr anwesend sind. Es zeichnet sich eine gespaltene Gesellschaft auf die durch die Wohnsituation begünstigt wird. Dies wird jetzt durch Neubauten versucht zu verhindern. Ein Neubau ist fast immer besser als ein Altbau zumindest von dem Energiepass, den es gilt einzuhalten. Die Politik versucht auf diese Weise Migranten einzugliedern, und somit den Kontakt zur deutschen Bevölkerung zu fördern. An dieser Stelle besteht Aufklärungsbedarf, Neubau ist nicht gleichzusetzen mit Luxus. Vom Interior sind diese Wohnungen einfach ausgestattet. Hier mit dem Argument zu kommen „Alles für die Migranten, nichts für uns Deutsche“ ist verkehrt.

Mietpreisbremse

Ein schönes Wort aber wie sieht das in Wedding aus, Realität oder Utopie? Ein Blick auf den aktuellen Mietspiegel zeigt die Wahrheit auf. Ein Vermieter hat eine leere Wohnung, die er mit 6 Euro pro Quadratmeter vermietet hatte. Ohne das er einen Cent in die Wohnung investiert, kann er 8.40 Euro verlangen. Das sind 2,40 Euro mehr als vorher. Ein lukratives Geschäft für den Vermieter. Verbessert er das Bad oder rüstet die Heizung von Nachtstromspeicher auf Radiatoren um, kann er mühelos 11 Euro pro Quadratmeter verlangen. Das sind 5 Euro mehr als vorher. Für sozial Schwache oder Migranten ist das unerreichbar. Dieses Preisgefälle führt zu einer Isolation, egal ob Migrant oder Deutscher.

Woher kommt diese Lücke?

Die Gentrifizierung kommt zustande, wenn in einem Viertel die Mieten günstig sind. Fassaden werden künstlerisch mit Graffiti gestaltet und die Künstlerszene siedelt sich an. Cafés sprießen aus dem Boden. Kunstschaffende fühlen sich wohl und die Infrastruktur des maroden Viertels erfährt eine Wende. Investoren sanieren die Wohnungen und verkaufen diese mit Gewinn. Sind die Wohnungen erstmal saniert, explodieren die Mieten und die sozial Armen werden verdrängt. Dieses Verhalten ist nicht neu aber es hat einen Haken, der Mietspiegel steigt. Die Künstler fühlen sich nicht mehr wohl und ziehen weiter. An diesem Punkt ist die Politik gefragt die eine Preisexplosion durch Gesetze verhindern kann.

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