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Die Goldrausch-Gentrifizierung

Es ist eine dreiste und perfide Masche. Kaum eine große Stadt in Deutschland kann sich von der sogenannten Entmietung freisprechen. Und Berlin ist auch nur eine Stadt mit Gentrifizierung, da ändert der Hauptstadt-Status nichts daran. Ein „gutes“ Beispiel ist die Entmietung in der Linienstraße 118 in Berlin. Doch die aktuellen Mieter kämpfen geschlossen um ihren Wohnraum – sie wollen unbedingt bleiben!

Nicht mit uns!

Spätestens wenn Männer in feinen Anzügen das Gebäude betreten, wissen die Mieter worum es geht. Da spielt es dann auch keine Rolle mehr wie lange der Mietvertrag schon läuft. Wenn unliebsame Mieter gegen wertvolle Luxus-Mieter ausgetauscht werden sollen, sind nicht selten gierige Heuschrecken mit im Spiel. Manchmal reicht aber auch ein einfacher Wechsel des Vermieters. Dieser kündigt die alten Mietverträge, damit er die Wohnungen sanieren und teuer weiter vermieten kann. Der Fall in der Linienstraße 118 ist ein klassischer Fall und dennoch außergewöhnlich. Denn in dem Haus steckt im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte. Und in diesem Haus wohnen schon seit vielen Jahren Mieter mit Wut im Bauch. Noch wohnen sie dort…

Die bezahlte Besichtigung

Und wenn es nach den alt eingesessenen Mietern geht, soll das auch so bleiben. Selbst die angebotenen 200 EUR für eine Besichtigung lehnten alle Mieter rigoros ab. Hier ist das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen. Erfahrungsgemäß haben Mieter zwar wenig Chancen, ein positives Gerichtsurteil könnte die Gentrifizierung zumindest etwas mehr eindämmen. Es wird sich also zeigen, wer am Ende des Tages den längeren Atem hat!

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